Geschichte: Erlenbach

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Die Gemeinde Erlenbach damals und heute

Die heutige Gemeinde Erlenbach entstand am 1. April 1935 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Erlenbach und Binswangen. Die zum Landkreis Heilbronn gehörende Gemeinde zählt rund 4.969 Einwohner (Stand 2015) und hat eine Gemarkung von 1.273 ha, davon sind 458 ha mit Wald bedeckt. Aufgrund ihrer verkehrsgünstigen und landschaftlich reizvollen Lage ist die Gemeinde Erlenbach mit dem Ortsteil Binswangen ein stark gefragter Wohnort. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Städten Heilbronn, Neckarsulm und Weinsberg gelegen, ist sie als typisch schwäbische Weinbaugemeinde für gute Gastronomie bekannt. Die ersten Siedlungsspuren auf Gemeindegebiet stammen aus der jüngeren Steinzeit (4000 - 1800 v. Chr.). Die Römer, die etwa 100 bis 260 n. Chr. die Gegend besetzt hielten, wurden von den Alemannen vertrieben. Letztere haben allem Anschein nach die erste Siedlung zwischen Sulm und Weinsberger Bach angelegt. Um das Jahr 500, nach dem Sieg der Franken über die Alemannen, tauchten hier die ersten fränkischen Siedler auf. In jenen Jahren oder kurze Zeit später dürften die Franken Erlenbach und die Alemannen Binswangen gegründet haben.

Die erste urkundliche Erwähnung Erlenbachs und Binswangens findet sich in einem Schutzbrief, den Papst Alexander III. am 8. November 1176 ausstellen ließ. Darin werden als Besitz des Klosters Schöntal u. a. der Hof "Binrzwange" und das Gut in "Erlibach" genannt. Beide Orte gehörten damals zur Herrschaft der Grafen von Weinsberg. Diese bauten sich im 13. Jahrhundert eine zweite Burg auf dem Scheuerberg. Zusammen mit anderen Orten bildeten Erlenbach und Binswangen die Herrschaft Scheuerberg. Die Burg selbst bestand bis 1525; sie wurde von aufständischen Bauern restlos geplündert und zerstört.

Neben den Grafen von Weinsberg hatten auch andere weltliche und geistliche Herren schon früh Rechte und Besitzungen in Erlenbach und Binswangen wie die Klöster Hirsau, Schöntal, Lichtenstern, Comburg und Erbrach. Das Jahr 1335 brachte für beide Orte einen Wechsel in der Herrschaft, da sich Engelhard von Weinsberg aufgrund großer Schulden genötigt sah, einen Teil seiner Herrschaft, darunter auch die Dörfer Erlenbach und Binswangen, an das Erzstift Mainz zu verkaufen. Mit kurzen Unterbrechungen waren die Erzbischöfe von Mainz nun bis 1484 die Herren in beiden Orten. Am 27. März 1484 kam nach langen Verhandlungen ein Tauschvertrag zwischen dem Mainzer Domkapitel und dem Deutschmeister Reinhard von Neipperg zustande. Nun war der Deutsche Orden Landesherr von Erlenbach und Binswangen. Das Herrschaftsgebiet des Ordens war in Balleien unterteilt, und Erlenbach und Binswangen gehörten damals zur Ballei Franken, die die Besitzungen zwischen Main und Donau umfasste. Durch den Frieden von Pressburg erfolgte 1805 die Auflösung des Deutschordensstaates. Erlenbach und Binswangen kamen unter der Herrschaft des neuen württembergischen Königs zum Oberamt Neckarsulm. Nach dessen Auflösung am 1. Oktober 1938 wurde die Gemeinde Erlenbach dem Landkreis Heilbronn zugeteilt. Durch die rege Bautätigkeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind Erlenbach und Binswangen zu einer Einheit zusammengewachsen. Der Lauf der Geschichte hat viele Spuren hinterlassen und das Bild der Menschen und der Gemeinde geprägt.

Von jeher war die wirtschaftliche Struktur in beiden Dörfern vom Weinbau und von der Landwirtschaft bestimmt. Die erste urkundliche Erwähnung über den Weinbau stammt aus dem Jahre 1130. Von da an bildete der Wein den bestimmenden Faktor in beiden Ortsteilen. Wenn der Wein gedieh, herrschte Wohlstand, folgten aber mehrere Fehlherbste aufeinander, bedeutete dies Armut und Not beim größten Teil der Bevölkerung. Auch heute noch ist der Weinbau der Haupterwerb und das Renommee des romantischen Weinortes. Er ist die Grundlage für die weithin bekannte Gastronomie und die viel besuchten Besenwirtschaften. Erlenbach ist eine der größten Weinbaugemeinden Baden-Württembergs und der Ort selbst einer der typischsten und bekanntesten Weinorte überhaupt. Höhepunkt ist unser alljährliches Weinfest, ein Treffpunkt für Tausende von Besuchern aus nah und fern. Sehenswert sind die Wahrzeichen der Gemeinde, die beiden in den Jahren 1753 und 1788 erbauten Barockkirchen, der Erlenbacher Marktplatz mit seinen Fachwerkbauten, den romantischen Gassen und dem historischen Rathaus aus dem Jahre 1698 sowie die imposante und weithin sichtbare Binswanger Kelter, die im Jahre 1574 als Zehntkelter für den Deutschen Orden errichtet wurde. Sie beherbergt heute das Weinbaumuseum der Gemeinde. Zusammen mit den im ganzen Land einmaligen Büttenständen aus dem 18. Jahrhundert bietet sich dem Besucher ein historisch und architektonisch einzigartiges Ensemble.